Wohnen für die Zukunft

Grüne Abgeordnete suchen den Dialog mit der Wohnungswirtschaft

 

Mit der Grünen Ilo Kirsten-Polnik, der Architektin des Bauvereins, Daniela Nink-Walter, dem Vorstandsmitglied RA Andreas Wegner, Jutta Velte und dem Wermelskirchener Grünen Hans-Jürgen Klein (v.l.) beim Rundgang.

Mit der Grünen Ilo Kirsten-Polnik, die Mitarbeiterin des Bauvereins, Daniela Nink-Walter, dem Vorstandsmitglied RA Andreas Wegner, Jutta Velte und dem Wermelskirchener Grünen Hans-Jürgen Klein (v.l.) beim Rundgang.

Von knappem Wohnraum bis zur Sanierung ganzer Quartiere: Die Wohnungswirtschaft steht vor großen Herausforderungen. Die Abgeordneten der GRÜNEN Fraktion im Landtag NRW haben Wohnungsunternehmen in ganz NRW besucht, um direkten Einblick in die Entwicklungen der Branche zu  bekommen und sich mit Unternehmerinnen und Unternehmen über Chancen, Risiken und Zukunftsperspektiven auszutauschen. Die Remscheider Abgeordnete Jutta Velte MdL war heute Vormittag gemeinsam mit grünen KommunalpolitikerInnen beim Gemeinnützigen Bauverein Wermelskirchen eG zu Gast und hat mit VertreterInnen des Bauvereins einen Rundgang durch eine Siedlung gemacht.

„Besonders beeindruckt hat mich bei meinem Besuch das Nachbarschaftskonzept in der Wielstraße. Ein gestalteter Innenhof lädt im Sommer zum Grillen oder einfach nur zur Begegnung und die Barriere armen Wohnungen machen die Genossenschaft für ältere Menschen und junge Familien zu einem attraktiven Vermieter.“

Auch Hans-Jürgen Klein von der grünen Kreistagsfraktion zeigte sich beeindruckt von der Quartiersgestaltung. Er wart sich mit Herrn Rechtsanwalt Weger vom Bauverein einig, dass auch die Stadt noch einiges beitragen könnte. „Die Nahversorgung im Quartier bliebt ein Thema und auch eine gute ÖPNV Verbindung ist wichtig für die Bewohnerinnen und Bewohner. Hier sind wir auf einem guten Weg.“

Die VertreterInnen des Bauvereins machten deutlich, dass es bei den Umbau-, Sanierungs- und Neubauprogrammen vor allem auch darum ginge, öffentlich geförderte soziale Projekten für das Quartier erhalten, über die wichtige zusätzliche Angebote finanziert werden könnten – etwa ein Shuttleservice in die Stadt und natürlich Quartiersarbeit im eigentlichen Sinne. Hier brauche es ein Bekenntnis von Bund und Land. Dies sicherten die PolitikerInnen gerne zu.

Velte: „Uns ist es wichtig, auch die Quartiersarbeit zu fördern, für junge Familien, für ältere Menschen. Entsprechende Programme gibt es. Ich bin gerne bereit zu unterstützen wo es erforderlich ist.“

Ein Anliegen ist es der Abgeordneten außerdem darauf hinweisen, dass der Vorstand ehrenamtlich tätig ist. „Bürgerschaftliches Engagement ist der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält. Die Arbeit des Vorstandes ist nicht selbstverständlich verdient allen Respekt.“

Gerade in den Ballungszentren NRWs wird immer mehr bezahlbarer Wohnraum gebraucht, in anderen Landesteilen stehen viele Wohnungen leer. In der Stadt wie im ländlichen Raum werden einzelne Objekte oder ganze Quartiere saniert. Andernorts werden Wohnungsbestände umgebaut, um sie zukünftig anders nutzen zu können. Die rot-grüne Landesregierung unterstützt die Immobilien- und Wohnungswirtschaft dabei bezahlbaren und hochwertigen Wohnraum dort zu schaffen, wo die Menschen ihn brauchen. Hierzu hat das Land sein Wohnraumförderprogramm im Jahr 2016 von 800 Millionen auf 1,1 Milliarden Euro aufgestockt.

Velte „Uns Grünen ist beim Wohnungsbau wichtig, dass wir die Fehler der letzten Jahrzehnte nicht wiederholen. Wir wollen nachhaltigen und hochwertigen Wohnraum schaffen und diesen ins Stadtbild integrieren. Die gestiegenen Anforderungen, etwa in energetischer Hinsicht oder bei der Barrierefreiheit, erfordern von der Wohnungswirtschaft einen enormen Kraftakt. Denn Wohnraum muss für alle Menschen bezahlbar bleiben. Doch gerade in Ballungsräumen ist Platz endlich. Deswegen müssen die Städte besser mit den umliegenden Kommunen kooperieren, sowohl der Planung von Wohnraum als auch bei der Verkehrsinfrastruktur.“

Teile diesen Inhalt:

Artikel kommentieren

*

* Pflichtfeld