Jutta Velte zum Internationalen Tag der Sinti und Roma

Jutta Velte, integrationspolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion zum Internationalen Tag der Sinti und Roma:

„Es ist gut und wichtig, dass es diesen Tag gibt. Noch immer werden Sinti und Roma überall auf der Welt diskriminiert – auch in Deutschland. Obwohl sich Einiges zum Besseren gewendet hat, sind Vorurteile gegen Sinti und Roma immer noch in der deutschen Gesellschaft präsent. Besonders deutlich wird dies in der Debatte um die EU-Binnenwanderung, wenn Roma mit dem Wunsch auf ein besseres Leben in Würde und Respekt zum Arbeiten nach Deutschland kommen. Daher gilt es, nicht nachzulassen im Kampf für Anerkennung und gegen Vorurteile.“

NRW stärkt die kulturelle Vielfalt in der Wirtschaft

Dr. Birgit Beisheim/Jutta Velte: NRW stärkt die kulturelle Vielfalt in der Wirtschaft

 

Zum am 17.3.2016 in den Landtag eingebrachten rot-grünen Antrag zur weiteren Unterstützung von Unternehmerinnen und Unternehmern mit ausländischen Wurzeln erklären Dr. Birgit Beisheim, industriepolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion, und Jutta Velte, integrationspolitische Sprecherin:

 

Dr. Birgit Beisheim: „Die Anzahl der migrantischen Unternehmen wächst in NRW überproportional. Menschen mit Migrationshintergrund wagen besonders häufig den Schritt in die Selbstständigkeit. Mithilfe ihrer interkulturellen Kompetenz erschließen die Unternehmerinnen und Unternehmer mit ausländischen Wurzeln neue Wachstumsmärkte und -potenziale, erzielen überdurchschnittlich hohe Auslandsumsätze und forcieren so die Internationalisierung des Mittelstands. Die Migrantinnen und Migranten erweitern das Waren- und Dienstleistungsangebot und stärken die Fachkräftesicherung, indem sie Ausbildungs- und Arbeitsplätze in den unterschiedlichsten Branchen schaffen.“

 

Jutta Velte: „Um Migrantinnen und Migranten bei der Gründung von Unternehmen zu unterstützen, sind passgenaue Hilfestellungen und Angebote unverzichtbar. Denn Gründer mit Migrationshintergrund stehen häufig vor spezifischen Problemen wie mangelnden Informationen über Beratungs- und Förderprogramme. Gemeinsam mit den Kammern und Migrantenorganisationen wollen wir in NRW Strategien entwickeln, um die Position von migrantischen Unternehmen in den Selbstverwaltungsorganisationen zu verbessern, bereits bestehende Finanzierungsprogramme weiterzuentwickeln und neue zielgruppenspezifische Angebote zu schaffen.“

 

 

Hintergrund:

Unternehmerinnen und Unternehmer mit ausländischen Wurzeln nehmen eine wichtige Rolle in der NRW-Wirtschaft ein. 2014 waren 44 Prozent aller Existenzgründer Migrantinnen und Migranten und rund 158.000 Selbständige in NRW hatten einen Migrationshintergrund. Um sie noch stärker zu unterstützen, haben die rot-grünen Regierungsfraktionen heute den Antrag „Kulturelle Vielfalt als wirtschaftlichen Erfolgsfaktor nutzen“ in den Landtag eingebracht.

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Land fördert Investitionen in Integration in Remscheid mit 800.000 €

Land fördert Investitionen in Integration mit 800.000 € Musik- und Kunstschule und Röntgen-Gymnasium profitieren

„Ich freue mich riesig, dass Remscheid gleich für zwei eingereichte Projekte den Zuschlag mit einer Gesamtsumme von 795.204 € erhalten hat. Mit Hilfe der bewilligten Fördergeldern werden wir Orte der Integration, des Begegnung und des Kennenlernens schaffen.“

Ende vergangenen Jahres hatte die rot-grüne Landesregierung beschlossen, neben den bekannten Förderprogrammen im Bereich der Wohnraumförderung auch ein Sonderprogramm im Bereich der Stadtentwicklung aufzulegen, um die Kommunen bei der Integration von Geflüchteten zu unterstützen. Mit dem Sonderprogramm „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“ stellt das Land eine schnelle Hilfe in Höhe von 72 Millionen Euro bereit. Nur drei Monate nach der Ausschreibung wurde heute bekannt, dass 147 Projekte in 100 NRW-Städten und Gemeinden gefördert werden.

Integrationskongress ein voller Erfolg!

Abschlussrunde Integrationskongress600 Menschen haben am vergangenen Samstag mit über 70 Fachreferent*innen im Landtag NRW auf Einladung der grünen Fraktion über Integration diskutiert.

„Es war eine wirklich gelungene Veranstaltung, bei der wir in unterschiedlichen Arbeitsgruppen die verschiedenen Facetten von Integration beleuchtet haben,“ so die Remscheiderin.

„Aber ein Tag reicht natürlich nicht aus, er kann nur ein Teil eines Jahres, vielleicht auch mehrerer Jahre der Integration sein. Jetzt werden wir den Kongress dokumentieren, auswerten und die Ergebnisse in den parlamentarischen Prozess einbringen.“

Wir alle sind NRW! Migration. Heimat. Vielfalt.

Jutta Velte MdL: Jetzt die Aufgaben und Chancen von Integration diskutieren

Noch nie sind so viele Menschen nach NRW geflohen wie in den vergangenen Monaten. Viele von ihnen werden dauerhaft hier bleiben und wollen Teil unserer Gesellschaft werden. Die GRÜNE Landtagsfraktion widmet sich dem Megathema Integration am kommenden Samstag, 20. Februar, mit dem großen Fachkongress „Wir alle sind NRW! Migration. Heimat. Vielfalt“. Die 29 Abgeordneten erwarten über 400 Teilnehmer*innen sowie mehr als 70 Referentinnen und Referenten.

Dazu erklärt die Remscheider Abgeordnete:

„NRW ist ein Einwanderungsland. Die Integration der vielen Hilfesuchenden ist genauso Herausforderung wie Chance. Integration durch Bildung von der Kita bis zur Universität, Einbindung in den Arbeitsmarkt, interreligiöser Dialog, Aufgaben für die Stadtgesellschaft – wir wissen, dass Integration in allen gesellschaftlichen Bereichen stattfinden muss. Wir wollen mit Fachleuten aus den unterschiedlichsten Feldern zeigen, was geht und wie es gehen kann. Aus dem Engagement zahlreicher Ehren- und Hauptamtlicher ist in den vergangenen Monaten eine besondere Willkommenskultur entstanden. Diese wollen wir mit Willkommensstrukturen weiter unterstützen. Wie sehr diese umfassende sach- und zielorientierte Diskussion gebraucht wird, zeigt die große Resonanz von mehr als 400 Anmeldungen zu dieser Veranstaltung.“

Jutta Velte wird dieses Thema in dem Panel 5 „Sprachen: Schlüssel und Chancen“ mit Christiane Bainski (Landeskoordinatorin Kommunaler Integrationszentren), Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan (Leiter für Türkeistudien an der Universität Duisburg-Essen) und Ina Bömelburg (Stiftung Mercator) diskutieren.

 

Hintergrund:

Beim Grünen Integrationskongress diskutieren am Samstag Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Politik, Medien und Zivilgesellschaft in 16 Panels. Mehr Informationen gibt es unter http://gruene.fr/ky. Für Rückfragen steht Ihnen Jutta Velte unter 0172 2545312 gerne zur Verfügung.

Besuch in der Flüchtlingsunterkunft in Wermelskirchen

Wermelskirchen-101115          

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Rahmen der Ausschwärmaktion der grünen Landtagsfraktion hat die Remscheider Abgeordnete und integrationspolitische Sprecherin, Jutta Velte MdL, eine Notunterkunft für Flüchtlinge in Wermelskirchen besucht. „Dieser Besuch hat mich beeindruckt,“ so die Abgeordnete. „Zum Einen, weil hier Ehrenamtliche und Hauptamtliche des DRK gemeinsam mit der Verwaltung in einer bemerkenswerten Kraftanstrengung für eine humane Unterbringung der 148 Flüchtlinge sorgen. Zum anderen aber habe ich gemeinsam mit dem Bürgermeister der Stadt Wermelskirchen, Rainer Bleek, wie in einem Schnellkurs erfahren, wo überall der Schuh drückt. Wir beide konnten nur noch zuhören, kamen kaum zu Wort, und haben anschließend die Auflistung all der Nöte und Schwierigkeiten, die diejenigen immer wieder erfahren, die sich für die Flüchtlinge engagieren, auch noch schriftlich bekommen. Ich kann nur sagen: tief empfundene Hochachtung für den Einsatz der Menschen vor Ort, aber auch kommunalen Verwaltung, die sich einsetzt, wo es nur geht. Fest steht: wir als Politik haben viel zu tun, Debatten wie auf Bundesebene stören da nur!“

Umgang mit den Flüchtlingen ist beschämend

Zur gestrigen Verlegung von rund 150 Flüchtlingen aus der Notunterkunft in der Pestalozzi-Schule erklärt die GRÜNE Landtagsabgeordnete Jutta Velte:

„Ich bin entsetzt über das Vorgehen der Bezirksregierung Arnsberg. Dass 150 Menschen innerhalb weniger Stunden ihre Unterkunft verlassen mussten, ist unwürdig und beschämend. Es ist eine große Respektlosigkeit denen gegenüber, die sich so gut in Remscheid eingelebt haben und noch vor kurzem in einem offenen Brief darum gebeten hatten in unserer Stadt bleiben zu dürfen.

Die Bewohner*innen mussten teilweise in nur 15 Minuten ihrer Habseligkeiten packen bevor sie mit Bussen, die bereits vor der Tür standen, an andere Orte gebracht wurden. Keine vernünftige Information darüber, wie es weitergeht, keine Zeit für ein geordnetes Abschiednehmen geschweige denn für ein Fest der guten Wünsche. Dieses Vorgehen macht mich fassungslos.

Jetzt gilt es zu klären, was mit den Menschen passiert, die unsere Stadt gestern so schnell verlassen mussten. Entsprechende Gespräche führe ich.

Mit Stolz erfüllt mich immer wieder die unerschütterliche Bereitschaft der Remscheiderinnen und Remscheider in der Krise zusammen zu stehen und zu helfen.“